Umrüsten auf Winterreifen zahlt sich aus

19. November 2009

Mit Temperaturen um Null Grad, frostigen Nächten in einzelnen Regionen und sogar den ersten Schneefällen hielt der Winter in diesem Jahr bereits Anfang Oktober Einzug. Grund genug, eiligst alle Vorkehrungen zu treffen, das Auto fit für die kalte Jahreszeit zu machen. Schließlich fordert auch die Straßenverkehrsordnung seit drei Jahren eine wettergerechte Ausrüstung. Dazu gehören Frostschutzmittel in der Scheibenwaschanlage, gute Scheibenwischer und nicht zuletzt eine geeignete Bereifung – zur eigenen Sicherheit und der anderer Verkehrsteilnehmer. Doch die Umrüstung auf Winterreifen sollte nicht erst beim ersten Schneefall erfolgen, denn „Winter” bedeutet keinesfalls nur Schnee.

Jetzt, im November, gibt es eine Verschnaufpause. Die Temperaturen sind wieder gestiegen und so ist das Thema Umrüstung auf Winterreifen für viele erst mal wieder vom Tisch. Eine trügerische Sicherheit, denn der Winter kommt bestimmt – daran ändert auch die globale Erderwärmung nichts.

Auch wenn es gerade ungewöhnlich warm ist - der Winter kommt jedes Jahr und damit auch die Verantwortung, rechtzeitig auf Winterreifen umgerüstet zu haben (Foto: Dunlop)

Auch wenn es gerade ungewöhnlich warm ist - der Winter kommt jedes Jahr und damit auch die Verantwortung, rechtzeitig auf Winterreifen umgerüstet zu haben (Foto: Dunlop)

„Der Oktober ist in diesem Jahr ungewöhnlich kühl und hat bereits in vielen Regionen Minusgrade und sogar Schneefälle mit sich gebracht”, erläutert TV-Wetterexperte Thomas Ranft. „Dabei ist schon der reine Frost nicht zu unterschätzen: Er kommt meist lange vor dem ersten Schnee – und weil man das Absinken des Thermometers auf Minusgrade als Autofahrer oft gar nicht realisiert, ist die Straße dann häufig ganz unvermutet rutschig.” Ebenfalls ohne Schneefälle können viele weitere typische Winter-Wetterlagen eintreten – etwa überfrierende Nässe oder starke Regenfälle. Experten empfehlen Autofahrern deshalb, auf wintertaugliche Reifen zu wechseln, sobald die Temperaturen sich deutlich im einstelligen Gradbereich bewegen. Denn durch ihre weichen und damit flexiblen Gummimischungen bieten Winterreifen mehr Grip als Sommerreifen. Zudem ist ihr Profil von mehr Rillen durchzogen, die Wasser oder Schneematsch zur Seite hin ableiten. Neben dieser Drainagewirkung verfügen die Winterreifen über Lamellen, bei denen kleine Einschnitte sich bei geschlossener Schneedecke in den Schnee krallen.

Zeitiges Umrüsten im Herbst hat einen weiteren Vorteil: Die Auswahl an Markenreifen ist groß, denn nach dem Wintereinbruch sind beliebte Modelle bereits vergriffen und unnötiges Warten auf einen Termin zum Reifenwechsel ist unvermeidbar. Neben einer ausführlichen Beratung vom Profi kann der Laie auch selbst beste Qualität erkennen: durch das Schneeflockensymbol auf der Reifenflanke. Dieses Kennzeichen prägt alle Dunlop-Winterreifen und zeigt an, dass der Reifen in einem durch US-Behörden standardisiertem Testverfahren geprüft wurde.

Tipps für die Montage

Auch wer seine Reifen nicht vom Fachhändler wechseln lässt, kann durch die Beachtung einiger Ratschläge für mehr Sicherheit in den Wintermonaten sorgen: Die in vergangenen Wintern bereits gefahrene Reifen müssen über genügend Reifenprofil verfügen. Der ADAC empfiehlt etwa eine Mindestprofiltiefe von vier Millimetern. Ist diese Voraussetzung erfüllt, können die Reifen beruhigt aufgezogen werden. Ist eine Erneuerung für einzelne Reifen fällig, sollten diese immer achsweise gewechselt werden. Das vermeidet unterschiedliche Eigenschaften auf der rechten und linken Fahrzeugseite, die das Fahren bei winterlichen Bedingungen sonst zur unerwünschten Schlitterpartie machen können.

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