Reifentipps für die sichere Fahrt in den Urlaub
22. Juni 2009Sommerzeit gleich Urlaubszeit. Auch in diesem Jahr fahren wieder unzählige Reiselustige mit dem Auto in Urlaub. Bevor das Urlaubsziel in Sichtweite kommt, stehen jedoch lange Strapazen für die Urlauber und deren Autos an. Mensch und Maschine werden bei der Urlaubsfahrt regelrecht Schwerstarbeit abverlangt. Daher ist es umso wichtiger, das Auto urlaubsfit zu machen. Ein häufig unbeachtetes, aber sehr wichtiges Thema ist dabei die Reifensicherheit.
2008 waren bei 7% der Pannen Reifen und Räder für den Ausfall des Fahrzeugs verantwortlich (Quelle: ADAC Pannenbericht 2008). Es starben von Januar bis November 2008 22 Personen, 1.514 wurden verletzt, weil Reifenschäden zu einem “schwer wiegenden Unfall” mit einem Kraftfahrzeug geführt hatten (Quelle: Statistisches Bundesamt).
Jedes Jahr geben etwa drei Millionen Reifen vorzeitig ihren Dienst auf. Wenn man bedenkt, dass die Reifen-Aufstandsfläche gerade so groß wie eine Handfläche ist, wird das damit verbundene Risiko deutlich.

Vor der Urlaubsfahrt sollte der korrekte Reifendruck überprüft werden (Foto: Tyre24 GmbH)
Viele Reifenschäden könnten vermieden werden, wenn Autofahrer dem Zustand und Luftdruck ihrer Reifen mehr Beachtung schenken würden. Eine regelmäßige Kontrolle des Luftdrucks bei jedem Tankstopp mindert die Gefahr eines Reifenschadens erheblich. Ist der Reifenluftdruck zu groß, wird die Reifen-Aufstandsfläche kleiner. Dadurch nutzt sich der Reifen nur mittig ab und kann somit weniger Kräfte auf die Fahrbahn übertragen.
Ein zu niedriger Reifendruck kann schwerwiegende Unfälle zur Folge haben, weil die schlappen Reifen sich durch einen verstärkten Rollwiderstand vor allem bei schnellen Fahrten sehr stark erhitzen, was wiederum Reifenplatzer nach sich ziehen kann.
Auch die Profiltiefe der Pneus sollte regelmäßig überprüft werden. Gesetzlich zulässig sind 1,6 mm Mindestprofiltiefe. Autofahrern, deren Reifen diese Profiltiefe nicht mehr aufweisen, drohen bei einer Polizeikontrolle ein Bußgeld von 50 Euro sowie drei Punkte in Flensburg. Der Fahrzeughalter erhält ebenfalls drei Punkte, muss allerdings 75 Euro Strafe zahlen. Neue Pkw-Reifen verfügen über 7-10 mm Profiltiefe. Abgefahrene Sommerreifen sollten spätestens bei 3 mm ausgetauscht werden, da andernfalls zumindest die Aquaplaning-Gefahr steigt. Bei Breitreifen gelten bereits 4 mm als Grenze, um die Bremswege vor allem bei Nässe kurz zu halten. Reifenexperten raten im Zweifelsfall zu einem Wechsel der Reifen.



