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	<title>Kommentare zu: Continental-Aufsichtsrat befürwortet Prüfung der Tragfähigkeit einer Zusammenführung von Continental und Schaeffler</title>
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	<description>Aktuelle Nachrichten aus der Reifenbranche</description>
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		<title>Von: admin</title>
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		<dc:creator>admin</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2009 20:24:29 +0000</pubDate>
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		<description>Die hohe Schule der Diplomatie

In den letzten Monaten gab es des öfteren einen offenen Schlagabtausch zwischen Conti und Schaeffler. Man regte sich über das Anschleichen des Kleineren auf, über Tricks im Übernahmekampf und gezzielte Indiskretionen. Inzwischen hat man verstanden, dass man nur gemeinsam die Karre aus dem Dreck ziehen kann.

Gemeinsam heißt allerdings, dass die stärkere Conti nun zunehmend das Ruder in die Hand nimmt, damit das leckgeschlagene Schiff wieder auf Kurs gebracht wird. Schaeffler hat sich übernommen und wartet nahezu bewegungsunfähig auf ein möglichst mildes Verhalten der Banken. Deren Interesse kann es nur sein, dass die Kredite nicht abgeschrieben werden müssen, denn Wertberichtigungsbedarf gab es in den letzten Monaten genug. 

Also geht man den Weg, der die größten Chancen für ein Überleben der beiden Automobil Zulieferer bietet: Continental erwacht aus dem Übernahmeschock und übernimmt nun ihrerseits die geschwächte Schaeffler-Gruppe. Selbst wenn man sich das im letzten Jahr in Herzogenaurach wohl in den übelsten Albträumen nicht geträumt hätte, ist nun Continental am Zug. Sicher etwas gebremst durch den von Schaeffler-Freunden durchsetzten Aufsichtsrat, aber dennoch mit genug Drive und dem Rückenwind von der Bankenseite.

Und so muss auch der Schaeffler-Boss und Architekt der Übernahme nun mit krächzender Stimme in das Loblied einer Vereinigung unter Führung von Conti einstimmen.

Es ist auch der einzige Weg, um aus dem Dilemma herauszukommen. Conti erhöht das Kapital, sobald die Börse willig ist, und nimmt Schaeffler unter die Fittiche. Allemal besser als ein Verkauf der Reifensparte, denn die liefert immer brav das Geld ab, damit der Vorstand experimentieren kann.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die hohe Schule der Diplomatie</p>
<p>In den letzten Monaten gab es des öfteren einen offenen Schlagabtausch zwischen Conti und Schaeffler. Man regte sich über das Anschleichen des Kleineren auf, über Tricks im Übernahmekampf und gezzielte Indiskretionen. Inzwischen hat man verstanden, dass man nur gemeinsam die Karre aus dem Dreck ziehen kann.</p>
<p>Gemeinsam heißt allerdings, dass die stärkere Conti nun zunehmend das Ruder in die Hand nimmt, damit das leckgeschlagene Schiff wieder auf Kurs gebracht wird. Schaeffler hat sich übernommen und wartet nahezu bewegungsunfähig auf ein möglichst mildes Verhalten der Banken. Deren Interesse kann es nur sein, dass die Kredite nicht abgeschrieben werden müssen, denn Wertberichtigungsbedarf gab es in den letzten Monaten genug. </p>
<p>Also geht man den Weg, der die größten Chancen für ein Überleben der beiden Automobil Zulieferer bietet: Continental erwacht aus dem Übernahmeschock und übernimmt nun ihrerseits die geschwächte Schaeffler-Gruppe. Selbst wenn man sich das im letzten Jahr in Herzogenaurach wohl in den übelsten Albträumen nicht geträumt hätte, ist nun Continental am Zug. Sicher etwas gebremst durch den von Schaeffler-Freunden durchsetzten Aufsichtsrat, aber dennoch mit genug Drive und dem Rückenwind von der Bankenseite.</p>
<p>Und so muss auch der Schaeffler-Boss und Architekt der Übernahme nun mit krächzender Stimme in das Loblied einer Vereinigung unter Führung von Conti einstimmen.</p>
<p>Es ist auch der einzige Weg, um aus dem Dilemma herauszukommen. Conti erhöht das Kapital, sobald die Börse willig ist, und nimmt Schaeffler unter die Fittiche. Allemal besser als ein Verkauf der Reifensparte, denn die liefert immer brav das Geld ab, damit der Vorstand experimentieren kann.</p>
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