Dunlop holt Pole-Position und Klassensiege beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring

27. Mai 2009

Beim 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife rüstete Dunlop rund ein Viertel aller Piloten aus.  Klassensiege, schnellste Rennrunden und die Trainingsbestzeit wurden vor 235.000 begeisterten Fans rund um die längste und anspruchsvollste Rennstrecke der Welt auf Dunlop eingefahren.

Für das erste Dunlop-Highlight des Wochenendes sorgte der von Raeder Motorsport eingesetzte Ford GT, mit dem das Privatteam gegen die versammelten werks- und werksunterstützten Teams an der Spitze des Feldes antrat. Neben Nürburgring-Architekt Hermann Tilke (Aachen) griffen Dirk Adorf, Thomas Mutsch, sowie Marc Hennerici ins Volant des bildschönen GT3-Renners, und Adorf schaffte beim Qualifying den Überraschungscoup: Mit der Fabelzeit von 8:36,536 Minuten holte er die Pole-Position vor den späteren Rennsiegern von Manthey Racing. „Als ich über die Ziellinie fuhr, schrie mir mein Teamchef vor Freude ins Ohr“, lachte der sympathische Rheinländer an¬schließend. Kein Wunder: Die Traumrunde des Ford GT blieb die schnellste bei der gesamten Veranstaltung absolvierte Rundenzeit. Auch die erste Stunde des Rennens gehörte Adorf: Er lieferte sich auf den 25,378 Kilometern der „Grünen Hölle“ einen atemberaubenden Windschatten-Fight mit Manthey-Startfahrer Marc Lieb. Erst ein unglücklicher Rempler beim Überrunden eines langsameren Teilnehmers beendete die wilde Jagd: Dirk Adorf drehte sich und musste zum Check an die Box. Anschließend reihte sich das Team auf Top-10-Plätzen wieder ins Geschehen ein und konnte mit konstant schnellen Runden wieder auf Gesamtrang 5 vorstoßen – bis um kurz nach 5:00 Uhr das endgültige Aus kam: Ein Ölpumpendefekt, der womöglich auch Folgeschäden am Motor hinterließ, beendete den sensationellen Auftritt der Mannschaft um Teamchef Niki Raeder.

Der Star des diesjährigen 24-Stunden-Rennens am Nürburgring war der Dunlop-bereifte Ford GT.  Runde um Runde liess er den siegverwöhnten Manthey-Porsche einfach nicht passieren und legte schnelles Tempo vor, bis bei einer Überrundung ein Antippen eines BMW zu einem Dreher führte - der jedoch mit Glück gut ausging (Foto: Dunlop)

Der Star des diesjährigen 24-Stunden-Rennens am Nürburgring war der Dunlop-bereifte Ford GT. Runde um Runde liess er den siegverwöhnten Manthey-Porsche einfach nicht passieren und legte schnelles Tempo vor, bis bei einer Überrundung ein Antippen eines BMW zu einem Dreher führte - der jedoch mit Glück gut ausging (Foto: Dunlop)

Dunlop-BMW mit Top-Performance
Der langjährige Dunlop-Partner Schubert Motorsport setzte insgesamt sechs Fahrzeuge mit zahlreichen BMW-Werksfahrern ein und hinterließ einen bleibenden Eindruck. Die Top-Mannschaft des unter der Bewerbung der Motorsport Arena in Oschersleben startenden Teams wurde erneut von einer der schnellsten Frauen auf der Nürburgring-Nordschleife angeführt. Die Aachenerin Claudia Hürtgen ging mit dem Norweger Stian Sorlie, Dirk Müller (Schweiz) und FIA WTCC-Pilot Augusto Farfus (Brasilien) im BMW Z4 M-Coupé an den Start. Im ersten Rennviertel konnte sich der hochkarätig besetzte BMW mit Dunlop Entwicklungsreifen souverän die Klassenführung sichern und lag auf Gesamtrang fünf. Trotz seines vergleichsweise kleinen Motors lag man nicht zuletzt auf Grund einer überragenden Reifenperformance mit Kurs auf einen Podestplatz. Doch kurz vor Mitternacht rollte das Schubert-Coupé an der Hohen Acht mit technischen Problemen aus. Claudia Hürtgen: „Das Auto lief super, die Dunlop-Reifen hielten über den Stint hinaus und wir konnten damit jederzeit angreifen.“ In 8:54,972 Minuten markierte der Z4 die bei weitem schnellste Rundenzeit der SP6 Klasse. Wie auf der Nordschleife Rennreifen für den BMW Kundensport entwickelt werden, bewies Dunlop in der Klasse SP10 GT4 mit dem brandneuen BMW M3 GT4, der ebenfalls von Schubert Motorsport für die Werkspiloten Jörg Müller und Andy Priaulx sowie die Journalisten Jochen Übler und Marcus Schurig eingesetzt wurde. Sie konnten in 9:24.431 Min. (Schnitt: 161,864 km/h) die schnellste GT4-Runde des gesamten Rennens markieren und waren dabei rund 21 Sekunden schneller als die zweitbeste Rundenzeit in der Klasse, die von den späteren Klassensiegern auf Aston Martin gefahren wurde. Kleinere technische Probleme verhinderten einen überragenden Klassensieg.

Klassensiege beim härtesten Rennen der Welt
Zu den prestigeträchtigen Erfolgen bei der 37. Auflage gehören auch drei Klassensiege, die auf Dunlop erzielt wurden. Herausragend war dabei das Volkswagen-Werksteam, dass zwei VW Scirocco GT24-CNG mit Erdgasantrieb in der Klasse AT (für alternative Treibstoffe) einsetzte. Vanina Ickx (B), Thomas Klenke (Lemgo), Peter Terting (Kempten) und Klaus Niedzwiedz (Waltrop) fuhren in dem Wolfsburger 140 weitgehend problemlose Runden und holten nach 3.552,92 km den Klassensieg. In der Klasse D1T waren zwei Dieselfahrzeuge von Schubert Racing auf Dunlop erfolgreich: Anders Buchardt (N), Nils Tronrud (N), Michael Auriemma (USA) und John Mayes (USA) im BMW 620 E90 und Emin Akata (Friedrichshafen), Jürgen Dinstühler (Hückeswagen), Andreas Winkler (Stetten) und Torsten Schubert (Oschersleben) im BMW 320d lagen hier nach 24 Stunden auf den ersten beiden Plätzen. In der seriennahen Kategorie V4 für VLN-Serienwagen von 2,0 bis 2,5 Liter Hubraum freute sich Dunlop ebenfalls über einen Klassensieg. Hier gewannen unter der Bewerbung des MSC Ruhrblitz Bochum die Piloten Michael Eichhorn (Mönchengladbach), Roland Botor (Mönchengladbach) und Frank Aust (Rietberg) auf einem BWM 325i E46.

Bei all den Superlativen dieser Veranstaltung stellt Dunlop jedoch eines Jahr für Jahr sicher: „Privatfahrer werden von unseren Technikern ebenso kompetent betreut, wie die Profis“,sagt Michael Bellmann, Leiter Dunlop Motorsport. „So legen wir äußerst großen Wert auf eine ständige Weiterentwicklung der Standardreifen in den unterschiedlichsten Dimensionen und helfen den Privatiers jeweils das Maximum aus Ihren Fahrzeugen herauszuholen.“

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