Erhebliche Umweltbelastung durch zu wenig Reifendruck
4. April 2008Bei 38% der Fahrzeuge in der EU aufgrund eines zu niedrigen Reifendrucks ein generelles Sicherheitsrisiko. Jeder achte Verkehrsteilnehmer ist sogar mit Reifen unterwegs, die aufgrund von zu geringem Luftdruck ein hohes Risiko der Beschädigung und damit auch der Sicherheit darstellen, das ergaben Untersuchungen, die im Auftrag von Bridgestone Europe durchgeführt wurden.
Dies verursache 40 Millionen vorzeitig abgenutzte Reifen, die entsorgt werden müssen, sowie die Verbrennung von 5,3 Milliarden Litern zusätzlichem Kraftstoff. Unnötige Kosten in Höhe von insgesamt 10,6 Milliarden Euro entstehen und belasten die Umwelt mit 12,3 Megatonnen CO2. Auf jedes einzelne Auto in Europa kommen dadurch umgerechnet 4,6 Gramm CO2 pro Kilometer extra.
Insgesamt hatten 16% der überprüften Reifen eine Profiltiefe unter der Mindestvorgabe von 1,6 mm, was zu einer stärkeren Gefährdung der Verkehrssicherheit führt. So besteht die Gefahr von Aquaplaning bereits bei einer 40% geringeren Geschwindigkeit als bei intakten Reifen.
Bridgestone hat die kostenlosen Sicherheits-Checks auf öffentlichen Parkplätzen und an Einkaufszentren durchgeführt. Sie sind ein Teil der seit 2005 gemeinsam mit der FIA Foundation und nationalen Automobilclubs weltweit durchgeführten Verkehrssicherheits-Initiative „Erst Denken – Dann Lenken“ („Think Before You Drive“) Die Sicherheits-Checks zeigen, dass viele Autofahrer zu wenig auf ihre Reifen achten. Viele wissen nicht, dass jeder Reifen mit der Zeit Luft verliert und dass das Fahren mit falschem Luftdruck sehr gefährlich sein kann. So kann bei zu geringem Druck das Fahrzeug leicht aus
der Spur geraten und der Fahrer die Kontrolle über seinen Wagen verlieren.
Ein zu niedriger Luftdruck hat außerdem einen wesentlichen Einfluss auf die Reifenlebensdauer. Aufgrund der erhöhten Walkarbeit des Reifens steigt die Temperatur, was zu einer starken Beanspruchung der Reifenschulter führt. Autofahrer, die mit Minderluftdruck unterwegs sind, sind häufiger von einer Reifenpanne betroffen als Autofahrer, die auf einen korrekten Fülldruck achten.
Die Auswirkungen auf die Umwelt sind nicht weniger dramatisch. Der niedrige Luftdruck hat direkten Einfluss auf den Rollwiderstand der Reifen, der wiederum ist einer der entscheidenden Faktoren beim Kraftstoffverbrauch. Je nach Straßenbeschaffenheit und Fahrstil macht der Rollwiderstand 18%-26% des Energiebedarfs aus und hat somit eine direkte Auswirkung auf den Kraftstoffverbrauch und den Emissionsausstoß.
Bridgestone wird seine Bemühungen zum Thema Reifensicherheit auch 2008 fortsetzen. Die „Erst Denken – Dann Lenken“
Versicherheits-Initiative zielt darauf ab, das Verhalten im Straßenverkehr durch die Einhaltung einfacher Sicherheits-
Grundsätze zu verbessern. Maßnahmen wie der sorgsame Umgang mit den Reifen können Leben retten. Aktivitäten in Europa sind z. B. die Ausgabe von Sicherheits-Broschüren, Crashtest-Simulationen bei Formel 1-Veranstaltungen und Automobil-Ausstellungen sowie die Verteilung von Profiltiefe- und Luftdruckmessgeräten.
Mit seiner Kommunikation will Bridgestone die Verbraucher davon überzeugen, dass die sorgfältige Auswahl und Pflege der Reifen der eigenen Sicherheit dient und viel mehr ist als nur ein finanzieller Aufwand.



