Generationenwechsel bei Michelin Schweiz

15. Januar 2008

Gaël Galhié (59), bisheriger Vertriebsdirektor von Michelin Schweiz, und Anton Näpflin (61), bisher Verkaufsleiter Pkw, leichte Nutzfahrzeuge und Allrad für den Schweizer Reifenhandel, der das Unternehmen über viele Jahre nach aussen repräsentierte, gehen nach 34 bzw. 40 Dienstjahren bei Michelin in den verdienten Ruhestand und leiten einen Generationenwechsel ein. Seit 1. Januar 2008 ist Charles Aeby (49), gebürtiger Freiburger und selbst schon 19 Jahre bei Michelin, neuer Vertriebsdirektor Schweiz mit Sitz in Givisiez (FR).  Aeby ist verantwortlich für alle Produktlinien, also den Reifenverkauf für Pkw, leichte Nutzfahrzeuge, Allradautos, LKW, Zweirad und Ackerschlepper. Als erster Schweizer Direktor übernimmt er gleichzeitig alle bisherigen Funktionen von Anton Näpflin.

Charles Aeby, gebürtiger Freiburger und selbst bereits seit 1989 bei Michelin tätig, kennt sowohl den Schweizer Reifenmarkt als auch das Unternehmen Michelin. Mit dem Umzug des Unternehmens von Genf nach Givisiez baute er die Logistik für die Schweiz auf, bevor es ihn als Leiter für die Westschweiz und das Tessin an die Verkaufsfront zog. 1999 übernahm er die Verantwortung für die LKW-Grossflottenkunden im damals neu geschaffenen Michelin-Regionalnetz für Deutschland, Österreich und die Schweiz. 2005 holte ihn der Konzern für die Betreuung der Grossflottenkunden (Kunden mit über 5.000 Fahrzeugen) in die französische Zentrale nach Clermond-Ferrand und im vergangenen Jahr übernahm er von Karlsruhe aus die Logistik-Verantwortung für Nordeuropa (Deutschland, Österreich, Schweiz, Skandinavien und Grossbritannien).

Anton Näpflin war bisher der einheimische Repräsentant von Michelin Schweiz. Durch seine öffentlichen Auftritte und seine Medienpräsenz prägte er das Image des Reifenherstellers nachhaltig. Der zweisprachige Charles Aeby vertritt eine jüngere Generation und hat dank seiner internationalen Erfahrung eine andere Optik und wird der Schweizer Vertriebsorganisation neue Impulse vermitteln. Als französischer Konzern hat Michelin traditionell eine starke Position in der Westschweiz. Die Premiummarke Michelin, für marken- und qualitätsbewusste Autofahrer erste Wahl, schöpft in der Deutschschweiz das mögliche Potenzial zuwenig aus. Aeby will deshalb die Präsenz des Reifenherstellers ausbauen, um der wachsenden Nachfrage mit einer flächendeckenden Vertriebsstruktur zu begegnen. Michelin wird erstmals auch an der AutoZüri im November 2008 präsent sein. Michelin setzt seit 1992 auf rollwiderstandsoptimierte, sogenannte grüne Reifen. Aktuell kommt mit dem neuen Michelin Energy Saver die vierte Generation in den Handel. Dieser Reifen spart nahezu 0,2 Liter Treibstoff auf 100 km und fast vier Gramm CO2 je Kilometer. Vor dem Hintergrund, dass bei PWs jede fünfte und bei LKWs jede dritte Tankfüllung rollwiderstandsbedingt ist und aufgrund der hohen Benzinpreise als auch der aktuellen CO2-Diskussion, kann sich Michelin immer stärker als Öko-Label positionieren.

Dass der Kostenfaktor auch in der Wirtschaft immer wichtiger wird, weiss Charles Aeby aus der langjährigen Zusammenarbeit mit Fuhrparkbesitzern: „Mit dem Konzept der vier Lebenszyklen der LKW-Reifen (Neu – Nachschneiden – Runderneuerung – Nachschneiden) und der Michelin Durable Technologie (unter anderem den selbst erneuernden Profilen) verfügen wir auch bei den Nutzfahrzeugen über starke Produkte. So sind wir in Bezug auf die Kilometerleistung von Michelin-Reifen und die Kosten pro gefahrene Kilometer klarer Markt-Leader.“

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